Verband BIOPARK e.V.

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Artikel: Internationales Jahr der Biodiversität

Artenvielfalt ist Leben - Internationales Jahr der Biodiversität 2010  

BIOPARK e.V. Ökologischer Landbau setzt sich für die Artenvielfalt ein  

 

Die Vereinten Nationen haben 2010 zum „Internationalen Jahr der Biodiversität" erklärt, um auf den drohenden Verlust der biologischen Vielfalt aufmerksam zu machen. Die Vielfalt des Lebens bildet ein Netzwerk innerhalb und zwischen drei Bereichen:Unser Ökosystem, den Arten und der Gene. Das Ökosystem bildet unseren Lebensraum mit Wald, Wiesen und Wasser. Darin leben die biologischen Arten, das sind Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroorganismen. Lebewesen sind organisierte genetische Einheiten, die zu Stoffwechsel, Fortpflanzung und Evolution befähigt sind.  

 

In einer Handvoll guten Humusbodens gibt es viele Milliarden Lebewesen, mehr als Menschen auf der Erde. Ohne diese Lebewesen wäre längst jedes Leben auf der Erde an Nährstoffmangel eingegangen oder unter Leichen erstickt. Die kleinen Lebewesen sorgen gemeinsam dafür, dass das Leben auf der Erde sich im ewigen Kreislauf erneuert. Blätter, Pflanzenreste, Exkremente und Abgestorbenes, die organischen Stoffe werden wieder in Kohlendioxid, Wasser und Nährstoffe aufgespalten und stehen so einer neuen Pflanzengeneration zur Verfügung.  

 

Größere Tiere (> 100 µm) wie Milben, Springschwänze, Tausendfüßer und Regenwürmer fressen die Pflanzenreste, zerkleinern sie mechanisch und bieten so weiteren kleineren Tieren die Nährstoffgrundlage. Aus deren Hinterlassenschaft formen die Bakterien wieder mineralische Pflanzennährstoffe und sind selbst Nahrungsquelle für Einzeller. Diese wiederrum werden von größeren Räubern gefressen und ernähren selbst Insekten, Spinnen oder Maulwürfe.Der Erdboden bietet neben den Zersetzern vielen weiteren Tieren Lebensraum: Regenwürmern, Ameisen oder Käfern. Sie bohren Tunnel, lockern und lüften damit den Boden, denn Sauerstoff ist für all die Vorgänge im Boden wichtig.  

 

Mit der ökologischen Landwirtschaft unterstützen BIOPARK-Betriebe die Bodenlebewesen. „Ökologischer Anbau für eine saubere Zukunft ist einer unserer Ziele. Umgesetzt wird er auf ca. 60.000 Hektar Ackerfläche", sagt Dr. Delia Micklich, Geschäftsführerin des Vereins. „Unsere BIOPARK e.V. - Mitglieder bauen darauf zu einem Drittel Getreide, zu einem Drittel Ackerfutter und zu einem Drittel Leguminosen, Ölfrüchte oder Gemüse an. Dabei verzichten wir auf Monokulturen, leichtlösliche Mineraldünger und andere chemisch-synthetische Betriebshilfsmittel wie Herbizide, Pestizide und Insektizide. Stattdessen werden dem Boden durch Dünger aus betriebseigenen Mitteln Nährstoffe zugeführt und ökologische Verfahren zur Schädlings- und Unkrautreduzierung genutzt."  

 

Ökologischer Landbau achtet auf die Förderung von Bodenfruchtbarkeit durch ausgewogene Fruchtfolgen und Leguminosenanbau. Mittels der Anbaumethoden nähert sich der Kulturanbau den Wachstumsmustern der Natur.Durch Mutterkuhherden und Schafe werden zum Beispiel mit dem Weiden in Naturschutzgebieten die Flächen offen gehalten und vor dem Verbuschen und Zuwachsen geschützt. Viele wildlebende Tierarten wie Hasen und Rehe brauchen den Wechsel zwischen schützenden Wäldern mit Unterholz sowie der Futtersuche in den Wiesen. Greifvögel sitzen in hohen Bäumen und nutzen die freien Flächen zur Nahrungssuche. Buschreihen entlang der Wiesen und Felder bilden ein Linienbiotop für Tausende Lebewesen.  

 

Der Erhalt und die Erweiterung von Hecken ist ein besonderes Anliegen von BIOPARK e.V. Das Anlegen von Hecken nach dem Prinzip der Benjeshecken ist eine gute kostengünstige Alternative. Heimisches Saatgut wird durch Vögel eingebracht und sollte durch Gehölzanpflanzungen ergänzt werden.(Sei)  

 


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